Kunstraum der Universität Lüneburg Museu d'Art Contemporani de Barcelona | Miami Art Central | Secession Wien | Witte de With Center for Contemporary Art Rotterdam

Scharnhorststr. 1, D-21332 Lüneburg, kunstraum@uni-lueneburg.de, Tel 04131/78-1210, Fax -1246 » Wegbeschreibung » Newsletter bestellen

13. und 14.01.2006
Abschluss-Workshop
Lüneburg
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29.04.- 19.06.2005
Ausstellung
Be what you want but stay where you are
Rotterdam
» Witte de With
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24.02. - 24.04.2005
Ausstellung
Paradiesische Handlungsräume
Wien
» Secession
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29.11.2004 - 30.01.2005
Ausstellung
How do we want to be governed? (Figure and Ground)
Miami
» MAC
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22.09. - 07.11.2004
Ausstellung
Com volem ser governats?
Barcelona
» MACBA
22.09.04 Institut Barri Besòs
07.10.04 Palo Alto nau XYZ
21.10.04 Centre Cívic de La Mina
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29.04. - 20.05.2004
Ausstellung
Handlungen, die Handlungen setzen
Lüneburg
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30. und 31.01.2004
Symposion
Bildet Regierungen!
Lüneburg
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29.01. - 12.02.2004
Ausstellung
Die Universität ist eine Fabrik
Lüneburg
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28. und 29.11.2003
Symposion
La construcción del público
Barcelona
» MACBA
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06.11. - 13.11.2003
Eröffnungsausstellung
Lüneburg
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kulturstiftung des bundes

 

Konzeption Die Regierung

Wie wollen wir regiert werden? - Mit dieser pikanten Frage wartete Michel Foucault vor rund einem Vierteljahrhundert auf. Damals begann sich die Erosion des Wohlfahrtsstaates westlicher Prägung eben abzuzeichnen; vom Kollaps der staatssozialistischen Systeme war noch nichts zu ahnen. Hält man sich an die spätmittelalterlichen Fresken zur guten und schlechten Regierung im Rathaus von Siena, wird man gewahr, dass jene eingangs gestellte Frage um vieles älter sein muss. Für Foucault und für Lorenzetti wie auch für diese Ausstellung gilt, dass Regierung als eine Form der mittelbaren Machtausübung gefasst wird. Nicht der so spektakuläre unmittelbare Zugriff staatlicher Instanzen auf ihre BürgerInnen oder Nicht-BürgerInnen ist gemeint. Nein, es geht - durchaus abstrakt - um Handlungen, die andere Handlungen (die Handlungsräume anderer) strukturieren. Wie der permanent geführte "Krieg gegen den Terror" zeigt, der immer wieder neue Zwangsmaßnahmen und Ausnahmezustände gebiert, oder wie die Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen mit ihrem Effekt einer kollektiven Entsolidarisierung belegt, funktioniert die mittelbare Regierung (leider, leider) ganz vortrefflich.

Nun bildet "Die Regierung" nicht nur das Sujet unserer Ausstellung, sie gibt ihr auch die Form vor. Gleich einem dreidimensionalen Film, der sich in Raum und Zeit dehnt und sein Publikum dabei mitentwickelt, werden die gleichen künstlerischen Arbeiten in unterschiedlichen Konstellationen zu einander in Beziehung gesetzt: mal dies mit dem, mal dies mit jenem. Denn es gilt Zusammenhänge sichtbar zu machen: einerseits zwischen geo-politischen Brennpunkten, die wie das Baskenland oder Jerusalem nicht viel mehr gemein haben, als dass sie sich an der gleichen Rationalität blutig schlagen - an der Unvorstellbarkeit geteilter Souveränität. Andererseits zwischen künstlerischen Methoden, die sich ganz unterschiedlichen Traditionen verdanken können und dennoch im Medium der Ausstellung miteinander kommunizieren.

Konzept
Roger M. Buergel und Ruth Noack, in Zusammenarbeit mit Antke Engel und Jorge Ribalta

und Nina Brodowski, Larissa Buchholz, Miren Etxezzareta, Marlene Heidel, Sonja Parzefall, Sophia Prinz, Joan Roca i Albert, Diethelm Stoller, Polina Stroganova, Wanda Wieczorek und Ulf Wuggenig.

Mit
Ibon Aranberri (Bilbao), Maja Bajevic (Paris), Archiv Tucumán Arde (betreut von Graciela Carnevale; in Zusammenarbeit mit Alice Creischer und Andreas Siekmann), Alice Creischer (Berlin), Danica Dakic (Düsseldorf), Filmen von Maya Deren, Ines Doujak (Wien), Patrick Faigenbaum (Paris), Harun Farocki (Berlin), Peter Friedl, Andrea Geyer (New York), Filmen von Jean-Luc Godard, Dmitry Gutov (Moskau), Sanja Ivekovic (Zagreb), Emily Jacir (Ramallah/New York), Jocelyne Lemaire-Darnaud (Le Pré Saint Gervais), Rainer Oldendorf (Paris), Lisl Ponger (Wien), Florian Pumhösl (Wien), Alejandra Riera (Paris), Martha Rosler, Dierk Schmidt (Berlin), Allan Sekula (Los Angeles), Andreas Siekmann (Berlin), Simon Wachsmuth (Berlin), und anderen.

Konzeption, Produktion und Betreuung der Website
Wanda Wieczorek


DIE REGIERUNG wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und unterstützt von der Allianz Kulturstiftung und vom Verein Zeitgenössiche Kunst e.V. Lüneburg.

DIE REGIERUNG wird realisiert durch den Kunstraum der Universität Lüneburg in Kooperation mit dem Museu d'Art Contemporani de Barcelona, der Wiener Secession und dem Witte de With Center for Contemporary Art Rotterdam.

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