Kunstraum der Universität Lüneburg Museu d'Art Contemporani de Barcelona | Miami Art Central | Secession Wien | Witte de With Center for Contemporary Art Rotterdam

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13. und 14.01.2006
Abschluss-Workshop
Lüneburg
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29.04.- 19.06.2005
Ausstellung
Be what you want but stay where you are
Rotterdam
» Witte de With
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24.02. - 24.04.2005
Ausstellung
Paradiesische Handlungsräume
Wien
» Secession
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29.11.2004 - 30.01.2005
Ausstellung
How do we want to be governed? (Figure and Ground)
Miami
» MAC
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22.09. - 07.11.2004
Ausstellung
Com volem ser governats?
Barcelona
» MACBA
22.09.04 Institut Barri Besòs
07.10.04 Palo Alto nau XYZ
21.10.04 Centre Cívic de La Mina
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29.04. - 20.05.2004
Ausstellung
Handlungen, die Handlungen setzen
Lüneburg
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30. und 31.01.2004
Symposion
Bildet Regierungen!
Lüneburg
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29.01. - 12.02.2004
Ausstellung
Die Universität ist eine Fabrik
Lüneburg
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28. und 29.11.2003
Symposion
La construcción del público
Barcelona
» MACBA
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06.11. - 13.11.2003
Eröffnungsausstellung
Lüneburg
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kulturstiftung des bundes

 

Simon Wachsmuth

Greenhouses (1999)
0,7 (2004)

Simon Wachsmuth: Greenhouses (1999); 0,7 (2004)

Installationsansicht der Ausstellung Handlungen, die Handlungen setzen
Foto: Hans-Jürgen Wege

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Neun Blätter in einer strengen Anordnung, schwarz grundiert und mit hellen Linien überzogen - eine feine Struktur auf einem satt glänzenden Grund offenbart der erste Blick auf die Installation Greenhouses von Simon Wachsmuth (1999). Die in die schwarze Fläche geritzten Linien fügen sich zu parallelperspektivischen Konstruktionszeichnungen zusammen, zu schematischen Darstellungen standardisierter Gewächshäuser. Während eines Aufenthalts in Holland entstanden Studien zu dieser Arbeit, die die Beziehung zwischen Menschen und Natur als ein Beherrschungsverhältnis kenntlich macht.

Seit dem späten 19. Jh. entwickelte Holland rationalisierende Technologien, um exotische Obst- und Gemüsearten auch in den europäischen "Mutterländern" anbauen zu können. Mittlerweile reifen in ausgedehnten Gewächshaus-Anlagen Früchte heran, auf deren Entwicklung mit Hilfe von lückenlosen Kontroll- und Versorgungssystemen bis in die Wurzelspitzen zugegriffen werden kann. Bis in die 1980er Jahre wurde zwar die Hollandtomate zu einem pflegeleichten Produkt herangezüchtet, aber war vor allem aufgrund ihrer Geschmacklosigkeit bekannt.

Heute wendet sich die holländische Gemüseindustrie verstärkt ökologischen Methoden der Befruchtung und Schädlingsbekämpfung zu. In Verbindung mit hoch entwickelten Computersystemen wird Natur als biotechnologisches Instrument eingesetzt, um die Steuerung von Wachstumsprozessen zu perfektionieren. Der Konflikt um die "Künstlichkeit" und "Denaturierung" holländischer Treibhausprodukte, der in den 80er Jahren noch die Gemüter erhitzte, scheint obsolet geworden zu sein. Entgegen aller ökoromantischen Ideale einer ursprünglichen Agrarkultur, die europäische Verbraucher zum Kauf von Bioprodukten bewegen mögen, hat sich in der niederländischen Gemüseindustrie der Dualismus von Natur und Kultur bereits aufgelöst und ist der Beherrschung der Natur durch Natur gewichen.

Wanda Wieczorek

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